HMG-SMARTphonefrei
Vielleicht fragen Sie sich jetzt, warum wir am HMG diesen Weg gehen und warum er überhaupt notwendig ist – inklusive der anfallenden Kosten?
Wir beobachten seit einiger Zeit zunehmend, dass es vielen Kindern und Jugendlichen an unserer Schule immer schwerer fällt, das geltende Smartphoneverbot zu respektieren, und dieses bei gleichzeitiger Schwierigkeit der Durchsetzung durch die Kolleginnen und Kollegen,
denn es kommt häufig zu Diskussionen zwischen Lehrerinnen und Lehrern mit Schülerinnen und Schülern.
Außerdem erleben wir eine erhebliche Zunahme von Cyber-Mobbing, Spielesucht, Depressionen, etc. bei unserer Schülerschaft. Auch die Ergebnisse der JIM-Studie 2024 https://mpfs.de/studie/jim-studie-2024/ (externer Link) zeigen, dass mittlerweile fast 70% der Jugendlichen Schwierigkeiten haben, das Handy für eine gewisse Zeit zur Seite zu legen. Dieses wird auch durch Zahlen zur Nutzungsdauer belegt, denn Jugendliche sind heute im Durchschnitt täglich mehr als drei Stunden im Internet unterwegs, dies überwiegend am Smartphone und zu Unterhaltungszwecken. Deshalb möchten wir aktiv werden und dazu beitragen, ein
Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Smartphones und die darauf installierten Apps, trotz ihrer Nützlichkeit, auch Schattenseiten mit sich bringen, die gerade für Kinder und Jugendliche erhebliche negative Effekte auf ihre Sozialisierung und mentale Gesundheit haben können.
Wir wünschen uns deshalb einen bewussteren Umgang mit Smartphones im Schulalltag und smartphonefrei.com wird uns bei der Umsetzung dieses Ziels helfen.
Die Firma YONDR hat kürzlich über 900 Schulpartner befragt, um die Auswirkungen der Schaffung smartphonefreier Bildungsumgebungen (wir nennen es HMGsmartphonefrei) zu messen. Diese Schulen erzielten in mehreren Bereichen bemerkenswerte Ergebnisse:
• 65% der Schülerschaft verzeichnete eine Verbesserung der akademischen Leistung.
• 74% der Schulen verzeichneten eine Verbesserung des Sozialverhaltens untereinander.
• 83% der Schulen verzeichneten eine Verbesserung des Schülerengagements im Unterricht.
• 86% der Schulen verzeichneten positive Auswirkungen auf die Sicherheit und das Wohlbefinden der SuS.
Bei unseren Handytaschen handelt es sich um eine magnetisch verschließbare und gepolsterte Tasche, in die ein Smartphone und eine Smartwatch zu Beginn des Schultages sicher verstaut werden kann. Die Handytaschen und alle darin enthaltenen Gegenstände, bleiben auch im verschlossenen Zustand in den Schultaschen und Rucksäcken der Schülerinnen und Schüler.
Zum Ende des Schultages werden die Taschen dann an den im Schulgebäude installierten Entsperrmagneten entriegelt. Die Kosten pro Tasche belaufen sich auf einmalig 17,50 Euro pro Person und bei pfleglicher Handhabe kann die Tasche am Ende der Schullaufbahn weiterverkauft werden.
FAQ
Unter unser Konzept HMG-smartphonefrei fallen alle Arten von Smartphones oder Handys (z.B. auch die, mit denen keine Verbindung mit dem Interet möglich ist) sowie Smartwatches, ob die Smartwatch über eine SIM-Karte verfügt oder nicht.
Wir möchten, dass unsere Schülerinnen und Schüler sich auf das Lernen konzentrieren. Wenn Sie Ihr Kind während des Schultages kontaktieren müssen, wenden Sie sich bitte an das Sekretariat unter 0221-9794640.
Im Falle eines Schulnotfalls gilt es zunächst einmal alle Kinder in Sicherheit zu bringen – immer unter Berücksichtigung unserer Notfallprotokolle. Dabei ist es umso wichtiger, dass die Schülerinnen und Schüler das eigene Smartphone nicht nutzen, sondern den Anweisungen der Lehrerinnen und Lehrer Folge leisten.
In allen anderen Fällen werden Sie vom Sekretariat kontaktiert oder ihr Kind kann Sie über das Sekretariat kontaktieren bzw. erhält die Möglichkeit die Handytasche für einen Anruf zu entsperren.
Schülerinnen und Schüler sind den ganzen Schultag über im Besitz ihrer Smartphones – in der verschlossenen smartphonefrei-Tasche. Diese wird sicher im Rucksack oder Ranzen verstaut.
Nach unseren Erfahrungen passiert dieses fast nie. Alle Schüler:innen passieren die Entsperrmagnete an den Ausgängen, sie wollen ihre Smartphones zurück und vergessen nicht, ihre Taschen zu entsperren. Wenn sie dann aber doch mit einem Smartphone in einer verschlossenen Handytasche nach Hause kommen, können sie entweder zur Schule zurückkehren, um die Tasche zu entsperren, oder einen smartphonefreien Abend verbringen!
Sollten durch die Anschaffung der Taschen soziale Härten entstehen, haben wir mit dem Förderverein unserer Schule vereinbart, dass dieser einspringt und für die Kosten aufkommt.
Wenn eine Schülerin oder ein Schüler eine Handytasche manipuliert und/oder beschädigt oder wenn das Smartphone auf dem Schulgelände genutzt wird, wird dieses eingesammelt und die Erziehungsberechtigten werden kontaktiert. Die Erziehungsberechtigten können das Smartphone des Kindes dann in der Schule zu unseren Dienstzeiten persönlich abholen kommen. Der Austausch einer beschädigten und/oder manipulierten smartphonefrei- Tasche wird den Eltern mit momentan 17,50 Euro in Rechnung gestellt. Hierzu noch ein wichtiger Hinweis: Als Beschädigung gelten alle Anzeichen dafür, dass die physische Integrität der Handytasche beeinträchtigt wurde, unabhängig davon, ob dies absichtlich oder unabsichtlich geschehen ist. Ob es sich um eine manipulierte und/oder beschädigte smartphonefrei- Tasche handelt und eine Neuanschaffung notwendig ist, entscheiden die Lehrerinnen und Lehrer bzw.
die Schulleitung.
Taschen, die aufgrund von Materialfehlern innerhalb eines Jahres kaputt gehen, werdne konstenfrei ersetzt. Wenden Sie sich dafür an Herrn Tack oder Frau Hölzemann.
Wer noch kein Smartphone nutzt, der muss auch keine Tasche kaufen – diese Bestätigung holen wir uns allerdings schriftlich von den Eltern ein.
Zunächst einmal geht es uns nicht um ein generelles Smartphoneverbot bzw. um das „Verteufeln“ einer im Alltag kaum noch wegzudenkenden Technologie, sondern eine bewusste Smartphonepause während der Schulzeit. Im laufenden Schulbetrieb ist die Nutzung eines Smartphones am HMG nicht notwendig und unsere Erfahrungen zeigen, dass die Schülerinnen und Schüler – nach einer gewissen Ablehnung des Projekts ganz zu Beginn, mittlerweile sehr positiv über die Smartphonepause denken und diese teilweise auch als sehr unspektakulär wahrgenommen wird.
Außerdem verfolgt das HMG seit Jahren einen progressiven Ansatz bei der Umsetzung der Medienerziehung und des Mediencurriculums. Im Schuljahr 2025 wurde das Konzept „Get Your Own Device (GYOD)“ und elternfinanzierten iPads in den Stufen EF bisQII eingeführt und damit einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung unserer Schülerinnen und Schüler für das Leben nach dem Abitur in einer digital geprägten Gesellschaft leisten.
Wir verfolgen einen ganzheitlichen 4-Säulen-Ansatz, der neben der Smartphonepause am Schultag selbst auch vorsieht, dass unser Schulhof und unser Schulgebäude und damit das Schulleben bzw. die Pausenzeiten insgesamt aufgewertet werden – außerdem sind Aktionen und Projekttage zum Thema geplant.